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Vorbereitet wird auch ein Dossier über den Augustower Kanal, noch neun Objekte wurden von den UNESCO-Experten in die Liste des Welterbes empfohlen. Die Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes ist eine der vorrangigen Aufgaben des belarussischen Staates. 2007 werden über 300 Objekte restauriert, darunter sind der Schloss Mir, die Schloss- und Parkanlage in Neswish, das Nationale Akademische Opern- und Balletttheater, der Potjomkin-Schloss in der Stadt Kritschew, die Christi-Verklärungskirche in Polozk (Sanierung und Restaurierung von Fresken vom 12. Jahrhundert) u. a. Gleichzeitig ist für die Architektur des heutigen Belarus die Suche nach Innovationen sowohl in der Raumkomposition als auch in der Konstruktionslösung kennzeichnet. Die künstlerische Ausdruckskraft der öffentlichen Gebäude zeigt sich in der Kombination von Realismus und Avantgarde. Immer größere Bedeutung bekommt monumental-dekorative Kunst, auch Skulptur und Koloristik, öfter greifen die Architekten die Grafik und die dekorative Beleuchtung auf. Es werden Sporteinrichtungen, Bankgebäude, Geschäftsinstitutionen und Kultureinrichtungen gebaut. In den letzten Jahren wurden in der belarussischen Hauptstadt bedeutende Bauobjekte errichtet, darunter sind die Nationale Bibliothek von Belarus, der Busbahnhof „Moskowskij“ und der Hauptbahnhof, der Fußballmanege. Und die Eröffnung des Hotels „Europa“ wurde zur weiteren Etappe in der Verwirklichung des Projektes zur Restaurierung und Rekonstruktion des historischen Zentrums von Minsk. Das Kunstleben von Belarus ist sehr dynamisch und vielfältig. Es werden immer mehr Ausstellungen veranstaltet, gemeinsame Aktionen mit ausländischen Künstlern durchgeführt. Der Art-Design, die Fotokunst und Computergrafik haben sich in Belarus schon geltend gemacht. Der Schwerpunkt in der Kunst hat sich vom Thema auf Metapher und Konzeption verschoben. Künstler tauschen aktiver ihre künstlerischen Erfahrungen aus; die belarussische Kunst integriert sich in die internationalen Kunstprozesse ein. Nach wie vor wird die belarussische Malerei durch Traditionen des Realismus geprägt (M. Sawzkij, G. Waschenko, L. Schmeljow, B. Kazakow, W. Kriwoblozkij, W. Schkarubo). In der Entwicklung befindet sich die emotional-assoziative Richtung in der Malerei mit Einbeziehung von modernen plastischen Ausdrucksmitteln (W. Koshuch, W. Alschewskij, W. Towstik). Lebhaft bleibt das Interesse an den rein malerischen Werten des Bildes (A. Kusnezow, N. Buschtschik, L. Chobotow). Die Traditionen der Avantgarde, die im 20. Jahrhundert in der Witebsker Kunstschule ins Leben gerufen worden sind, werden von den belarussischen Malern N. Zaloznaja, I. Tischin, W. Wasiljewa, A. Zadorin u.a. weiter entwickelt. |